Wenn ich eine Person als einzigartig bezeichne, dann meine ich vielleicht je nach Zusammenhang ein besonderes Talent, eine Gabe, ein Merkmal oder etwas Vergleichbares. Ja, Talente, Gaben und Merkmale machen uns einzigartig, doch sind diese äußeren Dinge nicht eigentlich doch nur die Auswirkung dessen, dass Gott unsere Persönlichkeit ganz individuell geschaffen hat?
Max Lucado schreibt in seinem Buch “Du bist reich beschenkt” folgendes über die Einzigartigkeit eines jeden:
“Als Gott (dich) erschuf, standen die Engel staunend daneben und sagten: ‘So etwas habe ich ja noch nie gesehen.’ Und sie werden es auch nie wieder sehen. (Du bist) die erste, die endgültige Fassung (deiner) selbst, vom Himmel persönlich gemacht. (Du bist) einmalig, nie da gewesen und ohnegleichen. Deshalb (kannst Du) das tun, was niemand sonst kann, und das auf eine Art und Weise, wie niemand sonst es tun kann.”
Andere können auch reden, aber nicht auf deine Art. Andere können auch malen und zeichnen, aber nicht mit deiner ganz persönlichen Note. Andere mögen auch das tun können, was du tun kannst, jedoch bist und bleibst du in deiner Art wie du etwas tust eine unter Millionen.
Einzigartig, absolut wundervoll und mit so viel Liebe gestaltet – du, das Kind, das sich mehr und mehr danach sehnt, so auszusehen, wie es andere eben auch tun. Das Kind, das vor Jesus kleinlaut wird und merkt, dass es nichts zu bringen hat, außer Scherben und ein zerbrochenes Herz… Du bist ein Meisterwerk direkt aus Gottes Hand!
Ich habe an mir immer irgendetwas auszusetzen, kämpfe mit dies oder jenem und versuche mich hier und da zu optimieren. Ich strebe nach dem Geliebt-werden, dabei mag ich vielleicht den aus den Augen verlieren, der mich zuerst geliebt hat, der, der die Liebe selbst ist. Doch das ist nicht nur auf mein Aussehen, auf meine Einschätzung von Schönheit zurückzuführen, sondern es hat auch sehr viel mit meinem Charakter zu tun.
Einmal war ich dann abends schon im Bett, hab’ über den Tag nachgedacht und dabei kamen mir die Tränen, weil ich mich so geschämt hatte… ich habe mich sehr über eine Mini-Angewohnheit von mir selbst geärgert, obwohl niemandem das aufgefallen wäre, geschweige denn man das als schlimm empfunden hätte. Dennoch war es für mich sehr störend und ich verkrampfte weinend…
Eine Zeit später bemerkte ich, dass diese Kleinigkeiten, die mich stören mögen, nichts Schlimmes oder Falsches waren… diese kleinen “Macken” machen mich zu mir und ich muss sagen, es war nicht leicht, das zu lernen. Ich wollte so gern so anders sein… mich so anders und korrekt und angepasst verhalten, doch gelang mir das einfach nicht so, wie ich es gern gehabt hätte.
Ich werde nicht dazu kommen, wirklich ich selbst zu sein, wenn ich ständig danach strebe, anderen Menschen und Erwartungen gerecht zu werden, sich anzupassen und zu integrieren. Ich war am Ende des Tages einfach nur noch müde, kaputt und teilweise zerbrochen, weil die Erwartungen wie ein Damoklesschwert über mir hingen.
Ich habe “nie das Lied (gesungen), das Gott für (meine) Stimme geschrieben hat.” (aus dem gleichen Kapitel des Buches)
Nun darf ich lernen, genau dieses Lied zu singen…
Wenn es um meine Zukunft, meine Berufung geht, ist es eigentlich nicht richtig, mich einzufügen, mich anzupassen und mich zu integrieren… denn ich habe eine Berufung, ein Talent, eine Gabe von Gott in mich hineingelegt bekommen, die mich auch nach außen hin einzigartig machen wollen, weil ich von Gott einmalig geschaffen bin.
Die Wahrheit, die hinter dem steht, dass ich ich selbst sein soll, ist die, dass Gott mich so geschaffen hat, wie ich bin, und Er hat mir Talente und Gaben gegeben, die ich gebrauchen kann und unbedingt sollte!
Ich habe Fähigkeiten bekommen, die nur ich in meiner persönlichen Art tun kann. Du hast Talente bekommen, die nur du mit deiner ganz persönlichen Note ausstatten kannst…
Ich bin davon überzeugt, dass wenn wir uns eher auf die Dinge konzentrieren, in denen wir unsere Stärken haben, werden wir zum Einen mehr Lebensfreude erfahren, weil wir in unserer gottgegebenen Berufung leben und zum anderen ehren wir Gott damit, wenn wir unsere Talente, unsere Einzigartigkeit für Sein Reich einsetzen und überhaupt unsere Fähigkeiten und die Dinge, die uns Spaß machen, ausüben und darin noch stärker werden. Der Geist Gottes leitet uns auch hierin und ich bin Ihm sehr dankbar dafür…
Gott hat jeden Einzelnen mit Talenten ausgestattet und es liegt in unserer Verantwortung, dieses Land, das uns bereits gehört, einzunehmen… unsere Gaben zu trainieren, auszurichten, einzusetzen…
Ich, für meinen Teil, liebe es zu schreiben, meine Gedanken in niedergeschriebenen Worten festzuhalten und so Texte zu kreieren. Deshalb habe ich angefangen zu bloggen und ich liebe es immer mehr! Ich fange an dieses Lied, das Gott für meine Stimme geschrieben hat, auswendig zu lernen und es zu meinem ganz persönlichen Lebenslied zu machen…
Wichtig ist mir zu betonen, dass Jesus im Mittelpunkt steht und dass von Ihm aus die Kreise gezogen werden, wie ein Zirkel, der Kreise ziehen kann, sobald sein Mittelpunkt festgelegt wurde…
Für Ihn singe ich dieses Lied und es ist nur zu Seiner Ehre, denn Er ist derjenige, der mich dazu brachte das Lied zu singen, auch wenn es am Anfang (und oft immer noch) ziemlich schief klingt, doch es braucht Zeit und es wird immer besser, umso länger wir Jesus vertrauen und in Seinem Weg für uns weitergehen… wir werden mehr und mehr von Ihm abhängig gemacht und wir brauchen diese enge Verbundenheit, denn Er führt uns!
Herzlich, eure Carolin
Abonniere meine Seite & du bekommst alle Neuigkeiten mit

Hinterlasse einen Kommentar