An unserem Abiball richteten die Klassenlehrer ein paar Worte an uns, die sie uns für unsere Zukunft wünschen, bevor die einzelnen Klassen dann ihre Zeugnisse ausgehändigt bekamen. Oft waren Worte wie Erfolg, Glück, Ausdauer und Durchsetzungsvermögen zu hören.
Es war auch die Rede davon, dass man den Absolventen einen Weg wünscht, dessen Steine man kaum zu spüren bekommen würde. Das hat mich ehrlich gesagt zum Nachdenken gebracht, denn ich weiß, dass dieser Weg für mich nie beginnen wird und ich darüber auch irgendwie froh bin.
Warum wünsche ich mir keinen Weg, dessen Steine ich kaum zu spüren bekomme? Vielleicht, weil ich nicht naiv, überzeugungslos, gleichgültig, zerbrechlich, unwissend und hin- und hergerissen bleiben möchte, wie man oft noch in seiner Jugendzeit ist und das ist auch okay so, aber es geht weiter…
Der Weg, den ich als Christ auf dieser Erde gehe, ist deshalb kein ebener, leicht-zu-gehender Weg, weil ich eine neue, eine himmlische Perspektive auf Dinge und Prinzipien bekam, welche mich immer wieder anecken lässt. Ich bin dazu herausgefordert ein ehrliches, aufrichtiges Leben zu führen und alleine das führt zur ein oder anderen Herausforderung.
Ich möchte mich fest an Sein Wort halten und mich nicht von ‘sola scriptura’ als die Quelle meiner Überzeugungen abbringen lassen.
Ich möchte einen Lebensweg gehen, der Ihm Ehre bereitet und ein Loblied für Ihn ist… Ich strebe nach einem Leben, das Menschen auf Gottes Herrlichkeit hinweist.
Auch wenn ich Steine zu spüren bekomme und dadurch verletzt werden mag, weiß ich auf wen ich mich verlasse. Ich weiß, wer mich auffängt, heilt und hält – Christus.
Es mag Felsen auf meinem Weg geben, die menschlich nicht zu überwinden sind, doch weiß ich, dass ich eine andere Quelle habe, aus der ich schöpfen darf – zu der ich eingeladen bin. ICH muss diese Felsen nicht allein überwinden, denn ich halte mich an Ihn, der bereits überwunden hat – Er ist schon als Sieger aus dem Kampf hervorgegangen (Offenbarung 5,5 + 17,14) und aufgrund Seines Sieges weiß ich, dass ich am Ziel ankommen werde – ganz egal, welche Steine mir auf meinem Weg begegnen.
Nichts, keine Steine, keine Felsen, keine Schluchten, keine Gewalten, keine Geschöpfe können mich von Jesu Liebe trennen, das hat Gott mir versprochen (Römer 8,38+39).
Ja, ich werde Angst haben, ich werde vor Felsen zurückschrecken und vor Verzweiflung kaum Atmen können, wenn ich mit diesen metaphorischen Steinen konfrontiert werde… ich werde Leid und Schwierigkeiten erleben (Römer 8,35). Die Bibel spricht hierüber sehr offen und realistisch.
“Denn ich denke, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht mal mit der zukünftigen Herrlichkeit verglichen werden können, die an uns offenbart werden soll.” Römer 8,18
Paulus schreibt davon – und er weiß wohl, wovon er schreibt, wenn er Leiden erwähnt – er weist aber genauso auf die Hoffnung der Herrlichkeit im Himmel hin, die wir haben, durch Jesus Christus. Er ist meine Hoffnung.
Wir dürfen – als Kinder Gottes – wissen, dass all das Schwere, was wir erlebt haben, erleben und erleben werden nichts ist im Vergleich zu Jesu Herrlichkeit, an der wir eines Tages Anteil haben werden.
Ich denke sogar, dass wir für diesen steinigen Weg dankbar sein können, denn wir lernen stark, geduldig und sanftmütig – Christus ähnlich – zu werden. Zudem werden wir vor allem in den Tälern des Lebens auf den ausgerichtet, der uns in Seine Arme schließt, der uns hält – Jesus.
Wir finden in Jesus die Ruhe und den Frieden, den wir brauchen. In Ihm, im Blick auf unsere Heimat, den Himmel, werden wir mit einer tiefen, unersetzbaren Freude erfüllt, die Ewigkeitswert hat. Es ist eine grundlegende Freude, die dann zu unserer innersten Lebenseinstellung gehört.
so gerne wünsche ich mir, dass du und ich dieses Empfinden teilen…
in Liebe,
Deine Carolin
P.S.: Danke Herr, für Steine auf meinem Weg.
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