Auch die Tatsache, an einem wunderschönen Ort aufzuwachsen, liebevolle Eltern und Geschwister zu haben und in einer guten Community zu sein, kann einen nicht davor bewahren, sich nach einer perfekten Form des Ganzen zu sehnen.
Eine Familie, warme Geborgenheit, willkommene Zugehörigkeit, herzliche Wertschätzung, vollständige Annahme, perfekte Liebe… einfach nur die Person zu sein, die ich bin – das verbinde ich mit einem perfekten Zuhause, mit dem erträumten und sich-danach-sehnenden Zuhause…
Interessant, dass Jesus diese Eigenschaften alle gleichzeitig innehat und das schlicht damit umschreibt, dass wir eine Familie in Christus sind – “in meines Vaters Haus hat es viele Wohnungen (Johannes 14,2) und ich werde hingehen und euch eine Wohnung bereiten, und ich werde wiederkommen und euch zu mir holen, damit ihr seid, wo auch ich bin…“ (Vers 3)
Natürlich kennen wir alle diese Verse, die oft zitiert werden, doch habe zumindest ich es lange nicht realisiert, was das im Eigentlichen bedeutet.
Gott hat ein Haus, in dem es viele Wohnungen gibt.
Warum gibt es nicht einfach viele verschiedene, einzelne Häuser, in denen Jesus seiner Gemeinde Wohnungen baut? Warum ist es “ein Haus”?
Jesus möchte nicht einfach, dass wir bei ihm wohnen – alle in einzelnen Häusern, möglichst weit voneinander entfernt und separat, privat gehalten… nein.
Er möchte, dass wir im Himmel bei ihm, mit ihm, in einem einzigen Haus wohnen, denn es ist nur ein Haus, das dem Vater gehört.
Wir sind eine Familie. Wir, die wir zu Jesu Braut gehören, wir, die Gemeinde Christi, sind eine einzige Familie, die zusammengehört.
Was bedeutet es aber dann, wenn Jesus sagt, dass er hingehen wird, um uns eine Stätte zu bereiten um uns dann mit zu sich zu holen?
Ein Mann, der zur Zeit Jesu eine Verlobte hatte, hat für sich und seine zukünftige Braut ein Haus gebaut – meist auf dem Grundstück seines Vaters. Erst nachdem das Haus stand und alles fertig war, hat er dann seine Braut zu sich geholt, in das Haus, das er für seine Braut und sich gebaut hat… und es wurde hierbei ein großes Fest gefeiert.
Das bedeutet es, wenn Jesus uns verspricht für uns eine Stätte zu bereiten – wir sind seine Braut, für die Er eine Wohnung auf dem Grund Seines Vaters baut.
Gleichzeitig mit diesem Versprechen sagt Jesus auch “und ich werde wiederkommen, damit ihr seid, wo auch ich bin”… Jesus festigt hiermit die Verbindlichkeit Seines Bundes uns gegenüber. Er wird zurückkommen, um uns mit sich nach Hause zu holen.
Vielleicht ist das genau der Grund, warum wir uns so oft nicht wirklich zuhause fühlen, etwas fehlt und wir nie zur vollkommenen Liebe, zum vollkommenen Zuhause, zur perfekten Familie gelangen werden… weil Er unser Zuhause ist, weil wir nur in Ihm allein unsere perfekte Familie finden.
Mein Herz brennt wieder und wieder (Lukas 24,32), wenn ich Seine Herrlichkeit durch die Wahrheit in Seinem Wort erkennen kann… wenn ich erleben kann, wer Jesus in Seiner ganzen Schönheit ist, auch wenn ich immer nur ein winziges bisschen davon mitbekomme.
Das ist der Ort, an dem ich mich vollkommen und endgültig daheim fühle, in Seiner Gegenwart, genau dort, wo Jesus ist. In Anbetung, Lobpreis, Gebet, Predigt und in der Gemeinschaft der Heiligen…
Wenn wir über all diese Themen reden, ihn anbeten und Lieder zu Seiner Ehre singen, können Stunden vergehen und für mich sind es gefühlt nur ein paar Minuten, denn Er ist die Liebe, mein Zuhause.
Es gibt keinen schöneren Ort, kein vollkommeneres Sein, als in Christus zu sein und in Ihm das eigene Zuhause zu finden.
Hiervon kann uns nichts und niemand trennen (Römer 8, 38+39).
Egal, wie sehr oder wie wenig ich mich an einem bestimmten Ort zuhause fühle, in Jesus finde ich mein ewiges, bleibendes, liebevolles, warmes Zuhause, denn Er hat mich aufgenommen – ich bin adoptiert in Seine Familie und damit sage ich “Abba, Vater” zu ihm (Römer 8,15).
meine Gedanken zu diesem Thema – herzlich,
eure Carolin
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