…um über Gottes Ratschluss, Seinen Willen, Seinen Charakter zu reden, der ehrlich Ansatz um über Sünde und Ungerechtigkeit nachzudenken. Darüber möchte ich heute schreiben.
Wir sind durch und durch verdorben, sündig. Das müssen wir vor Gott zugeben, wenn wir wirklich ehrlich zu uns selbst sind. Wir sind von Natur aus Sünder, durch Jesus begnadigte Sünder, doch leben wir noch in diesem vergänglichen Körper und werden in dieser Welt nie sündlos werden.
Das ist mir persönlich bewusst, wenn ich über Himmlisches, Gottes Charakter, Seinen Ratschluss, Sein Wort rede und darüber nachdenke.
Wenn ich versuche, alles was Jesus über sich offenbart, was Gott in seinem Wort uns offenlegt, vollständig zu begreifen, jedes einzelne Detail wie in einem Puzzle zusammen zu bekommen, dann werden wir womöglich die ganze Schönheit in der menschlich bezeichneten Imperfektion verpassen, die Gott uns genau hierin zeigen möchte.
Ich meine damit nicht, grundlegend und immer tiefer in Sein Wort zu gehen, das bibeltreu auszulegen und in den richtigen Kontext zu stellen – genau das möchte ich, denn das ist christuszentrierte Lehre und genau hierin kann ich wachsen.
Es geht mir eher um komplexe Wahrheiten der Bibel, komplexe Lehren der Bibel, die wir nur dann annehmen und akzeptieren können, wenn wir dem vertrauen, dem das Wort gehört, den lieben und kennenlernen, der sich in Seinem Wort offenbart. Wenn wir wie Hiob unsere Hand vor den Mund halten und erkennen, dass wir nicht mit Gott zu rechten wagen sollten. (Hiob 42, 2-3 + 5-6) Wir sind Geschöpfe und nicht der Schöpfer.
Jeder Ansatz um über Ungerechtigkeit und Gerechtigkeit zu reden, muss daher aus dieser Sicht betrachtet werden. Wir haben zu einem sehr großen Teil eine menschliche Gerechtigkeit aufgebaut, die oft nicht das Wesen Gottes widerspiegelt.
Weitgehend kann Gerechtigkeit ein menschliches Konstrukt sein, das uns in unseren Regierungssystemen und in menschlichen Rechtsdingen sehr hilfreich und grundlegend wichtig ist, doch dürfen wir nicht den Fehler begehen, dieses Denken auf Gott zu übertragen, um damit dann sagen zu können “das ist ungerecht – Gott ist gerecht – also würde Er so nicht handeln”. Gottes Gerechtigkeit, Seine Weisheit, übersteigt bei Weitem unser Vermögen, unseren Sinn für “Gerechtigkeit”. Denn auch unser Sinn für “gerecht” und “ungerecht” ist sündig und nicht absolut rein, wie Gott rein und heilig ist.
Deshalb wäre es für mich der wirklich ehrliche Ansatz um über Gerechtigkeit, Sünde und über Gottes Charakter selbst zu sprechen, nur in dem Rahmen, davon auszugehen, dass wir in jedem Fall – in jedem Ansatz – Gottes Hilfe brauchen, auf Ihn angewiesen sind und nur durch Seinen Geist in die Wahrheit geführt werden, die befreit und uns zur richtigen Sicht bringt, uns zur richtigen Überzeugung bringen wird… uns die Lehre Seines Wortes verständlich macht.
Es ist unsere Aufgabe den Ratschluss Gottes, soweit er uns in Seinem Wort offenbart wird, zu erforschen, danach zu graben und das möglichst komplex zu verstehen, auch wenn es für uns nie in einer Gesamtheit Sinn ergibt und alles zu 100% passt. Das Verborgene gehört dem Herrn, das Offenbarte aber gehört uns… (5. Mose 29,29).
Die Schwierigkeit liegt mitunter darin, nicht weiterzugehen, wo Gott uns nichts weiter offenbart hat, aus einer Lehre nicht menschlich-verständlich Rückschlüsse zu ziehen, die nicht auf Gottes Wort gegründet sind. Man baut nämlich hiermit schnell menschliche Gedankengebäude, die auf unseren (sündigen) Verstand und unser Vermögen gebaut sind und nicht vollständig auf Gottes Wort. Womit wir dann schnell ein falsches Verständnis Seines Wortes bekommen würden… und das wollen wir nicht.
Bei der Abhängigkeit von Ihm selbst, dessen Wort wir studieren, können wir dann fest stehen, eine Überzeugung haben, einen tiefer gehenden Glauben bekommen, Standpunkte setzen, weil wir wissen, was die Wahrheit ist, denn der Geist Gottes hat uns in ebendiese geführt. Daran halten wir uns fest, soweit der Geist es uns offenbart.
Das ist die Grundlage für aufrichtige, bibeltreue und christuszentrierte Lehre.
Gott offenbart sich, Er gibt dem gerne, der ihn darum bittet – es ist die Aufgabe des Geistes uns in die Wahrheit zu führen und hierauf bauen wir…
Soweit meine Gedanken hierzu, gerne würde ich auch eure Ansicht in den Kommentaren lesen : )
herzlich,
Carolin
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