Es ist so schwierig wirklich zufrieden zu sein, dabei leben wir auf einem so hohen – für manche Menschen unerreichbaren – Standard. Dennoch bin ich mit diesem oder jenem nicht zufrieden, meine Gedanken kreisen um die Zukunft und ich vergesse hierbei die Schönheit der Gegenwart.
Ich vergesse so schnell, wie schön es sein kann und eigentlich vielmehr sein sollte, einfach nur zu sein – in Seiner Gegenwart zu sein… und das zu genießen, ganz in mich aufzunehmen. Es kann so schön sein, mal völlig ruhig zu werden und den Moment ganz in sich aufzunehmen.
Manchmal bin ich zu gestresst, mit zu vielen Gedanken in meinem Kopf als wirklich ruhig werden zu können, wirklich vollkommen still zu werden. Das sind genau die Zeiten, die Momente, in denen ich es noch viel mehr brauche, noch dringender benötige, ruhig zu werden, vor meinem Vater, meinem Herrn, still zu werden. Ich bin Ihm so dankbar dafür, dass Er mich ruhig macht. Er lässt mich wirklich ruhig vor ihm werden, weil Er mir etwas sagen möchte, weil Er etwas mit mir vorhat und ich Sein Kind bin.
Zufriedenheit ist wirklich etwas, an dem ich vermutlich immer arbeiten werde… und es gibt noch ganz andere Dinge, die ich einfach nicht natürlicherweise besitze. Doch wie gut ist es zu wissen, dass Jesus mit mir diesen Weg geht und – ER wird mich ans Ziel bringen.
Wir haben die Hoffnung auf die Erfüllung des Versprechens, das Gott uns gegenüber gemacht hat, als ein Anker für unsere Seele, sicher und unerstütterlich (Hebräer 6, 17-19).
Wenn uns etwas zufrieden macht, dann ist das doch die Aussicht auf eine erfüllte Zukunft, eine Zukunft in der die Versprechen Gottes zur Erfüllung kommen – oder nicht?
Das ist für mich ein zentraler Grund um zufriedener zu sein und mein Empfinden darauf auszurichten – hoffnungsvoll.
Zufriedenheit hat nicht nur etwas damit zu tun, dass wir uns mit dem was wir im Moment haben und in der Situation, in den Umständen in denen wir uns gerade befinden zufrieden sein können… es reicht viel weiter bis dahin, dass wir IHM vertrauen. Er hat uns sein Versprechen gegeben und diese werden erfüllt werden, dafür sorgt Er, unser liebender sich-um-uns-kümmender Vater.
Jesus sagt in der Bergpredigt, dass wir nach seinem Königreich, nach Gerechtigkeit, vor allem anderen streben sollen und dass uns dann alles andere hinzugegeben wird, denn unser himmlichscher Vater weiß was wir benötigen (Matthäus 6, 32-34).
Vielleicht möchte Jesus genau deshalb, dass wir uns um Himmlisches kümmern sollen, nach Heiligkeit strebend uns auf Ihn ausrichten, denn das macht uns zufrieden. In Jesus finden wir die “Genügsamkeit” zu sagen “ich habe genug”, oder sogar “ich habe mehr, als je vorgestellt”. Vielleicht beginnen wir dann wieder zu Staunen über den Segen, den wir jeden Tag von Ihm bekommen, über die Gnade, die Er jeden Tag über uns ausgießt… in den wunderbaren, viel-zu-oft-übersehenen Kleinigkeiten im Leben.
“Mein Gott aber wird all eure Bedürfnisse erfüllen nach seinem herrlichen Reichtum in Christus Jesus.” Philipper 4,19
Gott erfüllt unseren Bedarf nach “seinem herrlichen Reichtum”. Das ist so viel mehr, als wir uns je vorstellen könnten, je träumem könnten. Der herrliche Reichtum in Jesus Christus ist einfach unendlich weit, unfassbar tief und einfach himmlisch.
Ich kann mir sicher sein, dass ich alles habe, was ich wirklich brauche, denn Er sorgt dafür. Auch wenn ich mir so sehr Dinge wünsche, die ich nicht / noch nicht habe, weiß ich, dass ich jetzt für diesen Moment genug habe, es ausreicht. Vielleicht muss ich einfach auch an meiner Erwartung arbeiten und lernen, zufrieden zu sein, auch wenn nicht alles perfekt ist – denn das wird es nie sein.
Zufriedenheit und Frieden geht zusammen, ich kann wirklich Frieden erleben, weil ich in Jesus zufrieden bin und Er mich gelehrt hat die Dinge zu sehen, mit denen Er mich so oft beschenkt, womit ich nicht gerechnet hätte.
In Jesus zufrieden zu sein und Ihn alles sein zu lassen, was ich brauche, ist so wertvoll.
Das ist mein Gebet, dass ich mehr und mehr erkenne und lerne in Ihm allein zufrieden zu sein… in Ihm wirkliche Erfüllung zu erleben.
…meine Gedanken hierzu.
liebevoll,
Carolin
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