Erneuter Abschied, erneute Dankbarkeit

Einen solchen Abschied, wie diesen, den ich am Ende der Bibelschulzeit erlebt habe, kannte ich bisher nicht und zuvor hatte ich nie erwartet, dass es diese Art von Abschied überhaupt gibt.

Ehrlich, herzlich, offen, liebevoll, emotional… wir als Community haben einander verabschiedet mit einer Herzlichkeit, die es nur in einer sich-liebenden Familie gibt.

Ich habe es so sehr genossen zuerst zu sehen, wie einige von uns Studenten sich im Bodensee taufen ließen – mein Herz wurde von einer tiefen Freude erfüllt und von einer Liebe gegenüber jedem Täufling. Es war so bewegend, das sehen zu können, die Zeugnisse zu hören und wieder und wieder an die Gnade Jesu erinnert zu werden.

Ein paar Tage später mussten wir voneinander Abschied nehmen und einander gehen lassen, was nicht einfach ist, wenn man so eng als Gemeinschaft zusammen lebte und die Menschen so liebgewonnen hat.

Es ist wirklich schmerzhaft Abschied nehmen zu müssen, vorallem wenn man daran denkt, dass ich nun von einigen liebgewonnenen Freunden eine halbe Welt entfernt bin. Wir haben einen Zeitunterschied von circa sechs bis acht Stunden und das trennt auf irdische, menschliche Weise die Verbindung, die Gemeinschaft, die wir auf der Bibelschule hatten.

Dennoch ist es so gut zu wissen, dass wir eine Familie in Christus sind, durch Seinen Geist gehören wir zusammen und sind miteinander verknüpft, auch wenn acht Stunden Zeitunterschied, eine andere / neue Umgebung, ein anderer Kontinent und ein neues Kapitel im Leben eines jeden es uns schwerzumachen scheinen, miteinander im engen Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen.

Durch Jesus sind wir dennoch noch immer genauso verbunden und vereint, wie wir es in diesem einen Gebäude waren… (Epheser 4, 4-6) nur eben auf andere Art und Weise.

Abschied zu nehmen war so hart, traurig und schmerzhaft wie noch nie, aber genau deshalb ist es umso hoffnungs- und erwartungsvoller für die Zukunft mit der Gewissheit der bleibenden Freundschaften, der weltweiten Kirche, der überkontinentalen Einheit des Leibes Christi… in der Sicherheit des ewig Treuen selbst, Jesus.

Ein Abschied, ein Aufwiedersehen, die irdische Trennung die damit einhergeht, ist nur deshalb hart und schmerzhaft, weil das Zusammensein mit diesen Menschen so wunderbar war. Es ist nur deshalb traurig, weil ich weiß, ich werde diese Gemeinschaft, diese Nähe meiner lieben Freunde vermissen und es wird schwer sein, diese Art von Gesprächen weiter beizubehalten, die wir hatten… einfach, weil wir alle wieder in den Alltag gehen, neue Umstände uns umgeben und wir wieder unseren Platz in dieser Welt einnehmen (und es ist auch nötig und gut so).

Wie dankbar bin ich für diese Zeit, die ich auf Bibelschule gehabt habe, wie unglaublich glücklich machen mich die Erinnerungen, die ich damit verbinde und wie sehr schätze ich die Freundschaften, die daraus entstanden sind… ich habe Herzensmenschen kennengelernt – das nenne ich Segen.

Ob Freunde, die ich auf der Bibelschule kennengelernt habe oder generell unter Kindern Gottes, es ist dasselbe Prinzip… Unser Herz schlägt für Jesus, sein Königreich. Wir streben nach Heiligkeit, Reinheit und Christus-ähnlichkeit, weil wir von unserer eigenen Unzulänglichkeit und Imperfektion überzeugt sind. Wir sehnen uns nach der vollkommenen Erfüllung Seiner Versprechen, wir lieben Ihn, unseren Herrn – und weil wir Ihn lieben, lieben wir einander.

Dieser Eine verbindet uns – JESUS.

Ich weiß, dass Er in mir lebt – Ich weiß, dass Er in meinen Freunden lebt.

Es gibt mir so viel Freude und einen tiefen Frieden darüber nachzudenken, dass wir – auch wenn uns Kontinente trennen mögen – einander lieben, weil wir eine Familie in Jesus sind, weil wir zu einem Leib, seiner Gemeinde, gehören. Ich werde sie wiedersehen…

Wie beruhigend und gut zu wissen, dass Jesus souverän herrscht und alles Seiner Macht untersteht (Matthäus 28, 18-20). Es liegt nicht an mir, wie gut ich dieses Leben lebe, sondern es liegt an Ihm, der dieses gute Werk in mir (gleichwie in meinen Freunden) angefangen hat und treu ist, dieses auch zur Perfektion zu bringen (Philipper 1, 6).

Er ist treu, Er bleibt treu – Er hält, was Er versprochen hat.

Liebevoll,

Caro…

P.S.: Wie gut, dass ich mich niemals von Jesus selbst verabschieden muss, denn Er wird immer bei mir bleiben… Er bleibt, auch wenn alles andere zu fallen scheint.

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