Jesus ist genug.
Jesus ist mir genug, nicht weil Er mir hilft meinen Alltag zu bewältigen.
Jesus ist mir genug, nicht weil Er da ist, um mich besser fühlen zu lassen, meine eigene Unsicherheit zu nehmen oder mein Ego zu stärken…
Jesus ist mir genug, weil Er genug ist.
Ich finde es erstaunlich, dass Gott uns in Philipper 4, 19 nochmal bestätigt unbedingt mitteilen möchte, dass Er uns nicht einfach genügend gibt, sondern ausdrücklich „nach dem Reichtum Seiner Herrlichkeit in Christus Jesus“ – was bedeutet das eigentlich?
Wenn man daran denkt, was alles Jesus gehört – was zu Seiner Herrlichkeit gehört, dann ist das in erster Linie der Himmel und die Natur, die Welt, die durch Ihn geschaffen wurde (Kolosser 1, 16 – 17) zudem einfach alles, alle Reiche und Nationen sind Ihm unterordnet, denn Er herrscht souverän.
Aber was hat das für mich zu bedeuten, wenn Paulus schreibt, dass uns gegeben wird, nach dem Reichtum Seiner Herrlichkeit in Christus…? All die Schätze, das was Jesus „reich“ macht, als Gottes Sohn, zusammengenommen, sind der Maßstab dafür, wie Gott uns beschenkt, wenn wir in Not sind, einfach wirklich kämpfen und irgendwie nicht weiterkommen.
Es ist so unglaublich tiefgreifend daran zu denken, welchen Maßstab Gott an sich selbst legt, wenn es dazu kommt, dass Er seine Kinder beschenkt – begnadigte (und damit ‚auf den gerechten, heiligen Stand von Jesus selbst erhobene‘ Sünder wohlgemerkt…
Denn ich bin es nicht wert, irgendwie von Gott beschenkt zu werden – das muss ich mir bewusst sein. Ich habe es nicht verdient, auch nur ansatzweise „nett“ von Gott behandelt zu werden. Denn ich bin sündig, Sünder durch und durch, vollkommen verdorben… Ich verdiene das Gericht Gottes über mein Leben, was den ewigen Tod, die Verdammnis, bedeutet.
Doch Gott, aus Seiner vielen Erbarmen Willen hat sich über mich erbarmt, nicht weil ich „schön“ bin in Seinen Augen, sondern, weil Er sich entschieden hat, mich da herauszuholen, zu waschen, zu reinigen von all der Ungerechtigkeit und Schuld, und damit hat Er mich aus der Dunkelheit, aus der verdorbenen Welt, der Gesetzmäßigkeit des Feindes, herausgeholt und in Sein herrliches Licht gestellt, in Sein Reich der Gerechtigkeit, Liebe, Gnade und des Erbarmens „verpflanzt“ (Epheser 2, 4 – 5; 1. Petrus 2, 9)… und das alles allein aus Gnade – alleine dadurch, dass Er mir gegenüber Erbarmen hatte, mich da herauszuholen, woraus ich selbst mich nie hätte befreien können. Nur in Christus und durch Christus in mir bin ich gerechtfertigt, geheiligt.
Ich habe es nicht verdient, habe nichts dazu getan, doch darf trotzdem diese Liebe empfangen, die Er mir erweist… Er gibt mir überreich, was ich brauche. Ich habe genug. Ich bin einfach zufrieden, und bin glücklich, das sagen zu können – alleine durch Ihn… durch den, der mich liebt und sich um mich kümmert.
Und wenn ich in Zeiten Leid erfahre, es mir einfach grade nicht gut geht und ich nicht genug habe, mir etwas fehlt – dann ist die Einladung immer da, zuversichtlich vor den Thron der Gnade zu kommen, um Erbarmen zu empfangen und Gnade zu finden, wann immer ich es brauche. Er gibt so so gerne… (Hebräer 4, 16)
Ich selbst möchte daran festhalten… an der Gnade, die mir geschenkt wurde, an der Erkenntnis Seiner Wahrheit in Seinem offenbarten Wort, an IHM selbst.
Wenn ich etwas unbedingt vermeiden möchte, dann ist es die Undankbarkeit in Zeiten, in denen es mir richtig gut geht und ich es mir irgendwie an nichts fehlt… aber in gleicher Weise möchte ich es unbedingt vermeiden in Zeiten der Not, in Zeiten von Leid und wirklich spürbarem Mangel, beschämt zu Jesus zu kommen – denn ‚ich sollte doch zu jedem Preis dankbar sein‘.
Ich bin dazu aufgefordert, IMMER direkt zu Jesus zu kommen… Ich kann Jesus nicht auf die Nerven gehen – Er freut sich sogar, wenn ich in allem zu ihm komme.
Es ist so gut zu wissen, dass die Bibel das explizite Aussprechen von einem Mangel und das Bekenntnis der Verletzbarkeit kennt und das nicht ausklammert, obwohl Jesus immer genug ist. Denn wir sind menschlich und es ist richtig und wichtig, sich bei Jesus über Not und berechtigte Sorgen auszusprechen.
Schnell tendieren wir jedoch dazu, sehr hoch und abgehoben von uns selbst zu denken, wenn es uns gut geht – auch hier ist der Kampf genauso brisant, Jesus zu fokussieren und ehrliche, tiefe Dankbarkeit zu haben für all die Dinge und Menschen, die für diese gute Zeit sorgen. ‚Jesus ist genug‘ immer vor Augen zu haben, ist ein täglicher Kampf.
Egal, wie es Dir gerade gehen mag, ob Du dir wirklich Sorgen machst und es dir vielleicht einfach nicht sehr gut geht oder ob Du wirklich eine richtig gute Zeit gerade erlebst – in allem dürfen wir wissen, dass die gute Zeit wie auch die Umsorgung in einer schweren Zeit von Jesus kommt und unbedingt zur Ehre Gottes gelebt werden sollte…
Denn, wie Paulus sagt, für mich zu Leben ist Christus (bzw. Christus ist mein Leben) und Sterben ist für mich Gewinn – denn dann lebe ich in der Herrlichkeit meines Jesus (nach Philipper 1, 21).
Jesus Christus ist Vollkommenheit in Person – und damit praktisch GENUG in Person.
Er ist
…vollkommen heilig
…vollkommen gerecht
…vollkommen treu
…vollkommen liebevoll
…vollkommen gnädig
…vollkommen eifersüchtig-liebend
…vollkommen perfekt
Herzliche Grüße,
Carolin
P.S.: Gerne würde ich von Dir wissen, was Du darüber denkst…! Schreib‘ es einfach in die Kommentare oder kontaktiere mich persönlich per Mail / über Instagram!
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