Ich möchte in diesem Beitrag ein bisschen über eine Wahrheit nachdenken, von der ich vor Kurzem wieder tief bewegt wurde… diese wunderbare, unergründliche Wahrheit ist für mich wie eine wertvolle Perle.
Durch Christus, der für mich gestorben und auferstanden ist, bin ich gerechtfertigt vor Gott. Ich habe deshalb Hoffnung auf die Erlösung vor dem Zorn Gott es, der in gerechter Weise über diese Erde ausgegossen werden wird (unter anderem nach Römer 5, 1 + 9-10). Ich stehe gerecht vor Gott und Er sieht mich jeden Tag an, als wäre ich sein guter, gerechter, heiliger Sohn…
Paulus entfaltet im ersten Abschnitt in Römer 5 den Kontext meiner Rechtfertigung, die Argumentation erstreckt sich aber über mehrere Kapitel hinweg (siehe Römer 2 – 4)… Es geht um meine Versöhnung mit Gott selbst. Paulus betont wiederholt, dass es Gottes Handeln ist, nicht meins. Zudem ist ihm der Fokus wichtig, dass dies alles alleine durch den Glauben an das vollbrachte Werk Christi zustande kommt und damit nur in Jesus seine Berechtigung findet. Auf den Tod, das Vergießen Seines Blutes, ist meine Versöhnung mit Gott gegründet und auf dem Fundament Seiner Auferstehung wurde meine Rechtfertigung gebaut.
Wie Paulus es im vierten Kapitel, Vers 25 schreibt: „Wegen unserer Übertretungen wurde Er dahingegeben und wegen unserer Rechtfertigung wurde Er auferweckt.“
Dadurch, dass der einzig Gerechte starb, anstelle von mir, einer Sünderin, die den Tod verdient hat, und dadurch, dass Jesus dazu bereit war die ultimative Konsequenz meiner Sündhaftigkeit auf sich zu nehmen, sein Blut hierfür zu vergießen, wurde die Forderung Gottes nach Gerechtigkeit erfüllt. Im Glauben, dem festen Vertrauen auf diese Wahrheit meines Herrn, wird mir Seine Gerechtigkeit angerechnet… ich darf vor Gott stehen, als wäre ich Sein vollkommener Sohn.
“Es war die Gerechtigkeit Gottes, der Genüge getan werden musste. Wie kann Gott gerecht sein und Sünder rechtfertigen? Einzig und allein, weil sein Anspruch auf Gerechtigkeit befriedigt wurde in dem Leiden Jesu Christi.“
So beschreibt es ein Bibellehrer und es stimmt. Der Gerechtigkeit Gottes musste Genüge getan werden – und wurde durch den Tod des einzig Gerechten, Jesus, Genüge getan, denn Er lebte vollkommen gerecht, richtete dabei die Sünde im Fleisch (Römer 8,3) und blieb bis zum Tod treu. Er starb unschuldig, für mich.
Gott hat mir den Glauben geschenkt, den ich brauchte, um Jesus anzunehmen. Er hat mich in die Wahrheit über Sich selbst, Seinen Sohn und Seinen Heiligen Geist geführt und mich dazu befähigt, geistliche Dinge hören und verstehen zu können.
Alleine durch den Glauben an Ihn wurde ich gerecht gesprochen und hierdurch habe ich eine lebendige Hoffnung, denn ich weiß: Er wird mich bewahren und dann für immer zu sich holen. Darauf freue ich mich.
Der Glaube wurde Abraham zur Gerechtigkeit gerechnet, Abraham wurde derselbe Glaube geschenkt wie mir… hierdurch wurde Er gerecht vor Gott (Paulus beschreibt das genauer in Römer 4).
Egal, wie komplex die „gerichtliche“ Rechtfertigung für mich auch erscheint, mein Herz ist tief begeistert von dieser Wahrheit… denn Gott hat gehandelt, es möglich gemacht, Sünder wie mich zu rechtfertigen. Alleine zu Seiner Ehre.
Alleine, weil Er es so wollte. Es ist ein wunderbares Geschenk, wie Paulus es auch in Epheser 2, 8 + 9 schreibt.
Er hat sich für mich entschieden, dabei ist in mir nichts, das als wertvoll in Seinen Augen hätte betrachtet werden können. Trotzdem hat Er mir diesen Glauben, das Vertrauen auf ihn geschenkt, mich begnadigt in Jesus und damit in den gerechten Stand Seines Sohnes erhoben (Epheser 2).
Wenn Gott mich ansieht, dann sieht Er nicht mehr meine Sünde, meine Rebellion gegen Ihn als souveränen Herrn, sondern Er sieht – trotz meiner Sündhaftigkeit – Jesus in mir. Deshalb bin ich gerecht, weil ich Jesus habe und Er die Forderung der Gerechtigkeit erfüllt hat. Es ist pure Gnade, dass Gott mich liebevoll ansieht und mich zu sich zieht, egal wie mein Tag oder meine Woche auch war. Er liebt mich.
In Ewigkeit darf ich zu den Seinen gehören, denn Jesus ist für meine Schuld gestorben. Er ist meine Gerechtigkeit, Jesus.
Es ist für mich so erstaunlich zu sehen, dass Sein Wort tatsächlich voll davon ist, wie Er mich durch sich selbst, zu Seiner Ehre versöhnt und errettet hat… was alles dazu gehört, was mir jetzt in Jesus gehört und wie ich befähigt durch Seinen Geist wirklich zu Seiner Ehre leben kann. Die Wahrheit über sich selbst offenbart Er mir in Seinem Wort – ich kann nicht anders als IHN mehr und mehr zu lieben.
Ich, die Ungerechte, wurde gerechtfertigt.
Das ist Gnade.
staunend und dankbar,
…deine Carolin
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