Ist mein Fokus nicht auf den gerichtet, auf den er gerichtet sein sollte, so wird mein Herz in einen Zustand versetzt, in dem es nicht gut ist zu verweilen.
Blicke ich auf all das, was um mich herum geschieht und wird das gesamte Weltgeschehen zusammengefasst, so erkenne ich immer mehr, dass darin mein Halt nicht sein kann und schon gar nicht sein sollte, denn all das vergeht… wie eine Blume verwelkt.
Mein Fokus soll auf Jesus gerichtet sein, mein Anfänger und Vollender meines Glaubens (Hebräer 12, 2). Jesus ist mein Ein und Alles, mein Herr und mein über-alles-Geliebter (1.Petrus 1, 8). Schaue ich auf Ihn, dann kommt mein Herz zur Ruhe und findet tiefen Frieden.
Erst letztens ging es mir so, dass ich so erdrückt wurde von der Last der Welt beim Anschauen und Realisieren, was alles gerade so passiert. Ich fragte mich: wozu all das noch in dieser vergänglichen Welt, wenn Gott diese Erde eines Tages richtet und vernichtet? Wozu sollte ich noch träumen und wünschen und hoffen auf Dinge, die ich gerne hätte oder erleben würde… das ging für mein Herz soweit, bis es leise und dann immer spürbarer an diesen Gedanken zerbrach und ich merkte immer mehr, wie sehr ich mich eigentlich an Dingen und Selbstverständlichkeiten binde, statt an Jesus selbst.
Doch damit war ich zum Glück nicht allein. Ich wurde daran erinnert, meinen Kopf zu erheben und Jesus anzuschauen, ihm zu vertrauen und mich darauf auszurichten, wer Er ist, was Er vermag, was Er mir geschenkt hat, wie Er mich liebt und diese ganzen grundlegenden Wahrheiten seines Wortes wurden in meinem Herzen wieder so groß, dass ich nur zu staunen begann, in dem Wissen um den Zerbruch dieser Welt nicht trotzdem.
Es war für mich ernüchternd zu realisieren, woran mein Herz sich so schnell bindet und das machte mich gleichzeitig so demütig zu realisieren, dass ich zurück muss zur Liebe meines Herrn und dem Gehalten-werden seiner gnädigen, sich mir erbarmenden Arme.
Ich musste in meinem Innersten zurück zur Gnade, zurück zur Wahrheit der ewigen Erlösung, zurück zu Jesus…
Ich erkannte in mir selbst, wie zerbrechlich mein eigenes Konstrukt von Vorstellungen ist und wie sehr ich auch davon abhängig bin, dass mich meine liebsten Glaubensgeschwister daran erinnern, wie herrlich Jesus ist, dass Er allein genügt und dass Sein Wille immer zustande kommen wird, weil Er souverän über allen Dingen steht.
All diese Wahrheiten sind fest in meinem Innersten und dennoch gibt es Momente, die Jesus in meinem Alltag und Leben gebraucht, um diese Bausteine des Fundaments meines Glaubens wirklich zu festigen und zu bestätigen als Grund meiner Erlösung.
Jesus ist so herrlich, dass Er um meine Bedürftigkeit der Erinnerung und Ausrichtung weiß und mir genau das schenkt. Er weiß darum, dass ich absolut abhängig bin von Ihm selbst und seinem Wort, der Gemeinschaft seiner Heiligen, meinen Geschwistern, und Er gibt mir was ich brauche nachdem Er mich erkennen lassen hat, dass ich es brauche.
Es ist immer wieder ein ich-erkenne-ich-bin-bedürftig und eine Antwort darauf in dem Geschenk seiner reichen Gnade mir gegenüber.
Mein Fokus in allem, was ich schreibe, sage und erzähle, erlebe und sehe, muss Jesus selbst sein, der Geber allen Lebens, der Herr allen Fleisches.
Zurück zur Frage “wozu das alles dann noch?”… Jesus, mein Herr, hat mich nicht umsonst in diese Welt gestellt, nicht umsonst lebe ich in dieser Welt auch wenn ich kein Teil davon bin. Ich gehöre zu meinem himmlischen Zuhause und in Jesus bin ich daheim. Jesus hat mich in diese Welt gestellt, um ihn hier zu verherrlichen, nicht erst im Himmel. Er hat mir hier auf der Erde ein Leben gegeben, um seine Herrlichkeit widerzuspiegeln und in der Menschlichkeit zu leben, Menschen in Gnade und Erbarmen zu begegnen, meine Geschwister zu lieben, Dinge in vollen Zügen und mit einem dankbaren Herzen zu genießen, weil mir auch das allein durch seine Gnade geschenkt wird.
Jesus ist so liebevoll zu mir, dass er mich nicht allein mit meiner Erlösung beschenkt – auch wenn das allein vollkommen ausreichen würde, weil das Ewigkeitswert hat – sondern er beschenkt mich hier auch mit irdischen, schönen Dingen dieser Schöpfung. Er beschenkt mich mit Geschwistern im Glauben, mit Gemeinschaft in meiner Gemeinde, die ermutigt und auferbaut, mit einem Freund, der liebevoller nicht sein könnte und so vielen anderen Dingen wie Ermahnung und Zurechtweisung, Lehre und Erinnerung…
Erkenne ich, dass alles, und damit auch all das Schöne dieser Erde in ihm und durch ihn und zu ihm hin geschaffen wurde (nach Kolosser 1, 16 / Römer 11, 36), so darf sich mein Herz auch darüber freuen, immer mehr diese Dinge zu genießen, weil ich alles aus der Hand meines Schöpfervaters nehme und mein Herz vor Dankbarkeit überströmt, weil Er mich einfach überreich beschenkt.
In diesem Wissen wird mein Herz demütig gehalten, mein Blick geschärft, meine Sehnsucht ausgerichtet und nicht verdrängt, mein Gebet ehrlicher, konkreter und sehnsüchtiger, mein Herz wird hier vollkommen erfüllt von Jesus, weil Er so so liebevoll zu mir ist. Meine Sehnsucht beinhaltet immer mehr nur bei Jesus zu sein. Nichts auf dieser Welt mag ich mehr haben oder erleben, als alleine bei Jesus meine Zeit zu verbringen.
…soweit meine Gedanken hierzu : )
liebevoll, Carolin
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