Das klare Zeugnis der Schrift ist, dass es nur einen Einzigen gibt, der wirklich heilig ist und das ist Gott allein. Nur er, der Schöpfer aller Dinge, ist wirklich rein und heilig. Insgesamt sprechen ungefähr 100 bis 150 Verse von der Heiligkeit Gottes.
Wir nutzen das Wort “heilig” eher seltener und meist beschreibt es Dinge, die unantastbar sind oder für uns so abgesondert sind oder werden, dass sie nicht verändert werden dürfen und gehen diese Dinge dann mal kaputt, ist unsere Welt zerstört.
Es ist schon irgendwie komisch, dass wir Dinge für unantastbar halten wie Gesetze und Verträge und menschliche Dinge wie Autos und Reichtum und so… aber gleichzeitig “betasten” wir die ganze Zeit den Einzigen, der wirklich heilig ist. Wie oft wird Gott in Frage gestellt, seine Absichten als Schöpfer und Herrscher hinterfragt? Sehr oft wird sein Wort entweder in Zweifel gezogen oder ihm nur halb geglaubt. Wir nehmen die eine Wahrheit der Schrift an, lehnen aber einen anderen Teil ab, weil wir denken, Gott sei so oder so.
Dabei ist Gott derjenige, der heilig ist und der Einzige, der sagen kann: “Das ist richtig und wahr, weil ich ich bin… weil ich bin, wie ich immer war und sein werde, wie ich bin.”
Gott ist der Einzige, der keinen Fehl in sich hat und damit ist er auch der wirklich-Einzige, dem man zu 100% vertrauen und glauben kann.
Die Bibel spricht aber nicht nur davon, dass Gott heilig ist, sondern auch davon, dass wir, als seine Kinder, heilig sein wollen, eben weil Er heilig ist.
3.Mose 11, 44-45:
”Denn ich bin der Herr, euer Gott; so heiligt euch und seid heilig, denn ich bin heilig. Und ihr sollt […]. Denn ich bin der Herr, der euch aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat, um euer Gott zu sein: So seid heilig, denn ich bin heilig.”
Die Forderung Gottes ist eindeutig. Ich soll heilig sein, denn Er ist heilig. Punkt.
Das Problem dabei ist, dass ich nicht heilig sein kann, denn ich bin sündig. Das ist meine menschliche Natur, sündig und schlecht zu sein. Ich kann das nicht ändern. Auch hier: Punkt. Dem ist soweit nichts hinzuzufügen. Ich kann nicht.
Gott stellt hier diese Anforderung an sein Volk, in dem Wissen, dass sie es nicht schaffen können und damit auch nicht schaffen werden, niemals. Die Rettung, die Gott zu dieser Zeit verspricht, vorschatten lässt und vorbereitet, ist, was der Mensch braucht, um heilig zu sein, weil Gott heilig ist, was der Mensch auch braucht, um einen heiligen Wandel zu haben, denn es liegt in der Natur Gottes, heilig zu sein.
Die Begründung Gottes hier geht auch soweit, dass Er von der Befreiung spricht, die Er vollbracht hat, damit Er ihr Gott sein kann. Gott hat sie aus dem Land befreit und herausgeführt, sodass sie abgesondert für ihn leben können und Er darin ihr Gott sein kann. Er hat auch mich befreit. Umso mehr Grund habe ich, danach zu streben in Dankbarkeit gegenüber ihm zu leben, was auch ein geheiligtes Leben mit sich bringt.
Gott schafft weiter auch durch das Werk Jesu, dass Menschen, die völlig verdorben sind, als geheiligt vor Gott stehen können. Gott schafft, dass Menschen, die unfähig und “tot in ihren Vergehungen” sind (Epheser 2, 1), lebendig und heilig gemacht werden.
Und das durch ein Werk, das nicht der Mensch vollbringt oder vollbringen muss, sondern, das ein Mensch stellvertretend für alle Glaubenden vollbracht hat.
Durch das vollkommen heilige und gerechte Leben von Jesus, das mir angerechnet wird, habe ich einen Stand vor Gott, der heißt: gerechtfertigt. heilig. vollkommen. ohne Runzel. ohne Fehl. (1. Korinther 6, 11 + Epheser 5, 27 + Kolosser 1, 22).
Wir sind allerdings nicht nur Geheiligte durch Jesus und stehen vollkommen gerechtfertigt vor Gott, unserem Vater… sondern wir sind genauso in einem Prozess über das Leben hinweg, der eine Heiligung ist. Es ist ein immer-mehr-wie-Christus-werden. Und Christus ist nun mal absolut heilig.
Auch ist dieser Prozess nicht aus mir heraus bewirkt, weil ich in meiner Natur sündig bleibe. Auch das muss also, wie mein Stand vor Gott auch, durch Gott selbst bewirkt werden. Hier spricht die Bibel von der Heiligung des Geistes oder auch Heiligung, die durch den Geist geschieht.
1.Petrus 1, 2: “auserwählt nach Vorkenntnis Gottes, des Vaters, durch Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Blutbesprengung Jesu Christi: Gnade und Friede sei euch vermehrt!”
Die Heiligung ist ein Werk des Geistes in uns. Er macht das, nicht ich.
Sollte ich also irgendeine Frucht sehen, die nach einem heiligen, gerechten Wandel aussieht, dann ist das nichts, wodurch ich mich rühmen könnte, denn es ist kein Werk von mir.
Hier schließt sich für mich der gedankliche Kreis.
Gott, der Vater, plant und schafft Erlösung und erwählt.
Gott, der Geist, heiligt, erinnert und bestätigt so kontinuierlich meine Sohnschaft.
Gott, der Sohn, besprengt mich mit seinem Blut (Erlösung + Rechtfertigung).
Gott, in allen drei Personen existent, wirkt zusammen, damit ich Erlösung erlange und damit geheiligt und gerechtfertigt werde und jetzt schon, im nicht-vollendet-sein geheiligt vor ihm stehe, denn das ist mein Stand als sein Kind vor Ihm – allein durch Jesus.
Ich staune über die Wahrheit, die mir einfach offengelegt wird, Wahrheit, die wie eine Perle für mich glänzt und scheint und zu meinem Schatz wird. Erkenntnis, zu der ich gelangen darf, ist wie kostbarer Schmuck, den ich mir anlegen darf – allein durch seine Gnade.
Ich stehe geheiligt und völlig rein vor meinen Vater im Himmel, obwohl ich in meinem Leben hier gar nichts davon auch nur ansatzweise sehen kann. Und sehe ich mal eine Frucht davon, dann macht mich das dankbar gegenüber der wirksamen Gnade in meinem Leben.
Liebevoll,
Carolin
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